Es waren einmal…

…die 1. Klassen am Kinzerplatz, die schrieben ein eigenes Märchenbuch. Einige der Märchen, die auch im Buch vorkommen, können Sie hier lesen:

 

Der einsame Prinz und der Zauberring

Es war einmal ein einsamer Prinz, der auf der Straße einen Brief fand. Es stand darin, dass er einen Zauberring am Eingang der Höhle finden solle, denn dann hätte der Prinz drei Wünsche frei. Aber er solle aufpassen, denn es gäbe einen bösen Wolf, der ihn auffressen wolle und den gefährlichen Drachen, der ihn aufhalten werde.

Der Prinz machte sich auf den Weg, bis auf einmal eine kleine, schöne Fee vor ihm schwebte und sagte: „Ich habe dich gewählt, um den Zauberring zu finden und ich helfe dir auch den Ring zu finden.“ Der Prinz stimmte zu und die Beiden gingen los.

Auf dem Weg sahen sie den bösen Wolf. Der Wolf sprach: „Ich werde euch auffressen!“ Die Fee schüttelte drei Mal ihren Zauberstab und rief: „Eins, zwei, drei, der Wolf ist jetzt weg!“ Schon verschwand der Wolf.

Sie gingen weiter und weiter, bis sie einen hässlichen Drachen sahen. Der Drache fragte: „Hallo, was wollt ihr hier?“ Die beiden antworteten: „Wir wollen den Zauberring finden.“ „Ihr könnt aber nicht durch und wenn ihr doch durchgeht, verwandle ich euch in hässliche Frösche“, warnte der Drache. „Was müssen wir tun, damit wir nicht zu Fröschen werden?“, fragte der Prinz. Der Drache antwortete: „Ihr müsst meinen Namen erraten.“  „Bernhart, Otto, Willi, Peter, Robert, Toni, Redzep, Felix, Johnny?“, rieten die beiden. Dann antwortete er: „Richtig, mein Name ist Felix, ihr könnt gehen.“

Sie rannten zur Höhle und sahen den Ring. Der Prinz nahm das Schmuckstück und er wünschte sich eine Familie, Geld und eine Prinzessin.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Sarah, 1b

 

Die Prinzessin und der Frosch

Es war einmal eine schöne, reiche Prinzessin. Eines Tages ging die schöne Prinzessin traurig durch den Wald.

Plötzlich sprang ein hässlicher Frosch aus einem Teich. Das Tier fragte: „Wieso weinst du denn?“ Sie antwortete: „Weil ich meinen Zauberring verloren habe.“ Er dachte sich schon, dass das ja die mächtige Prinzessin sei und sie ihn wieder in einen Prinzen verwandeln könne. Der Frosch fragte: „Wo ist dein Zauberring?“ Sie sagte: „Die böse Hexe hat ihn mir geklaut.“ Er meinte: „Ich könnte dir ja helfen.“ Sie freute sich und fragte: „Wann gehen wir?“ „In drei Stunden“, sagte der Frosch. Er ging zu seinem Teich und er bereitete sich auf die Aufgabe vor.

Sie trafen sich und machten sich auf den Weg. Sie waren da und sahen die hässliche Hexe am Fenster. Der Frosch sagte: „Ich locke die Hexe weg und du holst deinen Zauberring.“ Er schlich sich an und nervte die Hexe. Sie lief aus dem Haus und wollte den Frosch fangen. Die Prinzessin lief zu ihrem Zauberring und schnappte ihn sich und dann rannten sie so schnell wie sie konnten.

Die Prinzessin bedankte sich und fragte: „Was willst du dir von mir wünschen?“ Der Frosch antwortete: „Verwandle mich in einen Prinzen!“ Sie verwandelte ihn wieder in einen Prinzen.

Wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Yunus, 1b

 

Der mutige Prinz

Es war einmal ein einsamer Prinz der keine Freunde hatte. Doch er war sehr fleißig und mutig. Viele nannten ihn den schwachen Prinzen. Er wusste, dass alle ihn so nannten. Er wurde sehr traurig.

Eines Tages verbreitete sich die Nachricht, dass ein böser Wolf einen Menschen gefressen hatte. Das hörte sogar der Prinz. Der Prinz sagte: „Das lasse ich nicht zu!“

Am nächsten Tag passierte es, alle kamen zu seinem Garten. Er sprach: „Ihr braucht euch nicht zu fürchten, weil ich den Wolf töten werde.“ Alle lachten ihn aus. Er rief wütend: „Ob ihr es glaubt oder nicht, ich werde es tun!!!“ Jeder wusste, dass er es ernst meinte.

Am nächsten Tag machte er sich auf den Weg hinter den hohen Berg in den tiefen Wald.

Er kam an und sprach: „Na warte, wenn ich dich in die Hände bekomme.“ Der Prinz suchte und suchte nach dem Wolf. Plötzlich bewegte sich ein Busch. Er rief: „Hallo! Wer ist hinter dem Strauch?“ Ein grässlicher Wolf sprang ihn an und wollte ihn fressen. „Hilfe, Hilfe!“, schrie der junge Prinz. Das Ungeheuer öffnete das Maul und wollte ihm seinen Kopf abreißen. Genau in diesem Moment kam ein großer, alter Riese zur Hilfe. Er schlug auf den Kopf des Wolfes, sodass ihm schwindelig wurde. Da nahm der Prinz sein Schwert und stach es in den Rücken des Tieres.

Der junge Prinz bedankte sich und der Riese und er wurden Freunde.

Er ging zurück in sein Schloss und erzählte die Geschichte. Seitdem hatte er sehr viele Freunde und er war ein großer Held.

Sajad, 1a

 

Der Jüngling

Es war einmal ein armer Jüngling. Sein Vater war ein einfacher Bauer.

Vor einigen Jahren starb seine Mutter, sein Vater heiratete danach wieder. Die Stiefmutter war faul und böse, sie ließ den armen Jüngling alle Arbeiten machen.

Eines Tages befahl die Stiefmutter dem armen Bauerssohn: „Geh morgen früh in den tiefen, dunklen Wald und bringe mir den Schlüssel für die alte Holztruhe am Dachboden! Wenn du mir den Schlüssel nicht bringst, dann wirst du deinen Vater nie wieder sehen!“ Am nächsten Morgen machte sich der Bauerssohn auf den Weg. Ein paar Stunden später traf er den alten Riesen am Wegesrand. Da sprach der alte Riese: „Guten Morgen , warum bist du so früh unterwegs?“ Da erzählte der Jüngling dem alten Riesen von dem Schlüssel, den er finden sollte. Nach einer Weile traf er den schlauen Fuchs. Der Jüngling erzählte alles dem schlauen Fuchs. Ein paar Minuten sagte der schlaue Fuchs nichts, dann aber sagte der Fuchs: „Ich weiß, wie du den Schlüssel für die Truhe findest! Du musst einen Zauberring finden, der führt dich zum Schlüssel! Es gibt zwei Bäume, die aussehen wie die Zahl zwölf. Dort findest du den Zauberring!“

Er machte sich auf den Weg zu den zwei Bäumen. Einige Zeit später sah der Jüngling die zwei Bäume, die ausschauten wie die Zahl zwölf. Als er sich näherte, sah er den goldenen Ring leuchten. Er steckte den Ring an den Finger. Der Ring leuchtete ihm den Weg zu dem Schlüssel. Es war schon dunkel, als er den Schlüssel fand.

Am nächsten Morgen machte er sich auf den Weg nach Hause.

Als er ankam, war der Vater am Feld arbeiten. Die böse Stiefmutter sah den goldenen Zauberring und wollte nun den Ring und den Schlüssel haben. Der Jüngling gab ihr beides und so rannte die Stiefmutter zum Dachboden, um die Truhe zu öffnen. Als sie die Treppe hochging, stolperte sie, fiel die Treppe hinunter und starb.

Der Junge nahm ihr den Ring und den Schlüssel wieder ab. Plötzlich leuchtete der Zauberring wieder. Er schloss seine Augen und wünschte sich reich zu sein. Als er die Augen wieder öffnete, war aus dem alten Bauernhof ein wunderschönes Schloss geworden. Nun hatten der Jüngling und sein Vater genug zu essen und zu trinken.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Katarina, 1a

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